10. Juli 2011

Reforming Islam

Ein sehr interessanter Artikel von Walid Shoebat:

The Problem With Reforming Islam

"The Real War
It’s a myth to think that there is a struggle between “moderate” and “extremist” Muslims going on in the Middle East; the war is between nationalists that love their national heritage and Muslim Universalists who attach themselves to Sharia. The use “moderate” implies that Islam can be moderated or is moderate. It’s not.

The problem is that we have not defined Islam’s views—that is—a war on capitalism, nationalism Jews/Israel/Zionism and Trinitarians. This is the core of Islam’s war throughout history. All four schools of Sunni Islamic thought: Hanafi, Hanbali, Shafii and Maliki espouse Islam as a political Universalist Jihadi movement. Ijtihad, the idea of freethinking is restricted and confined within the laws of Shariah.
(...)
The problem is the literal interpretation of the Quran. The solution according to Jasser is to introduce a un-literal interpretation. The fact is; we only have few choices. If Capitalism is considered an “extreme” solution to Communism then socialism is the answer. But is it? Can we promote an oxymoron—“communistic capitalism”?

When it comes to Islam what we need is “Oxyclean” and not an oxymoron. Reformation of Islam is impossible since no one with common sense could espouse to reform Communism or Nazism.  Can we change Islamic inheritance laws without defeating Islam first? Will we succeed in allowing a glass of wine and pork chop to be eaten in Mecca without first defeating Islam? Will Zuhdi allow a Christian boy to marry a Muslim girl or allow a non-Muslim marry his daughter?(...)" weiter lesen

(Danke für den Tip an W. Z.)

7. Juli 2011

Dein leises und nacktes Wort

Für F. P.

Zeige mir deine Worte – die leisen und nackten.
Ich schenke dir dafür mein teueres Herz.
Es trocknen die Straßen des nassen Erwartens
In Augen meinen, in Schiffen vom Meer.

Berühr meine Lippen mit heiliger Stille,
Wenn du dich an meiner Begierde zerschlägst.
Ich gebe dir Freiheit und mich mit dem Zischen
Des steigenden Atems, der sich von dir nährt.

07. Juli 2011


Süchtig nach diesem Lied...

The Kooks "Ooh La"

4. Juli 2011

Morgen


Heute ist das Grün sehr grün.
Und das Grau sehr grau.
Ein wenig Schwarz, und kein Weiß in der Stadt.
Heute ist der Verstörte sehr verstört.
Heute ist die Vergangenheit sehr vergangen.
Ein wenig Zukunft. Und keine Gegenwart in der Luft.
 
Und noch ist es nicht leicht zu atmen, und noch ist es nicht leicht
Gegen den durchtriebenen Wind zu denken.
Und es fällt gar nicht leicht zu warten.
Und der Sturm berührt die Augenwimpern,
und in tausend Stücke zerbricht jeder Augenblick.
Aber heute ist das Grün sehr grün

Aus dem Hebräischen von Elad Klein
[Lea Goldberg, La-mochorat, in: dies., Schirim (Gedichte), herausgegeben von Tuvia Rübner, Band 2, Bnei-Brak 2008, 278.]


Vor 100 Jahren wurde Lea Goldberg geboren - die Grande Dame der israelischen Literatur und Lyrik.

"Lea Goldberg ist die erste Intellektuelle in der israelischen Kultur. Die Dichterinnen vor ihr, die heißen: Rachel oder Elishewa, die haben nur einen Vornamen! Und sie war eine Frau, die in Europa studiert hat, die aus vielen Sprachen übersetzen konnte, sie war ne Intellektuelle und hat ganz schlicht geschrieben. Keine Neologismen, keine semantischen Überanstrengungen, sondern ganz schlicht und persönlich." weiter lesen

20. Juni 2011

Höre

Gerade höre ich den von draußen dringenden lauten Katzenjammer... Zu diesem Gedicht passt es aber definitiv nicht... Ich habe Sehnsucht...

Else Lasker-Schüler (1869 - 1945) Biographie

Höre

Ich raube in den Nächten
Die Rosen deines Mundes,
Daß keine Weibin Trinken findet.
Die dich umarmt,
Stiehlt mir von meinem Schauern,
Die ich um deine Glieder malte.
Ich bin dein Wegrand.
Die dich streift,
Stürzt ab.
Fühlst du mein Lebtum
Überall
Wie ferner Saum? 

14. Juni 2011

Requiem

Zur Musik von Schnittke...

Oh liebe Nacht, du bist mir willkommen, um mir zuzuhören, um mich zu umarmen, als ich noch ein Kind war. 

Ein Wort zu gebären, damit man nicht einsam,
Ein Wort zu vergeben, damit nicht allein
Man abends in einer Steinhütte aus Kälte
Das Herz vom Zerschlagen für sich aufbewahrt.

Ein Wort aufzupäppeln, vom Hass zu verdecken.
Die Öffnung der Seele, die er mir vermacht,
In Angst zu verstecken. Ein Wort zu verbrennen,
Damit keiner findet und Liebe nicht flammt.

Ich bin nicht geboren, auch nicht meine Enkel.
Sie werden nicht schreien, dass ich jene wäre,
Die sie ihm verschenkte - ihm, Dämon der Wünsche.
Bekleidet in Blumen trugen mich seine Glieder
In Stille im Frühling zum goldenen Grab.

Lebendig begraben hat er mich zusammen 
Mit meinem Alleinsein samt all meinen Kindern.
Das Herz folgt jetzt keinem und ist nur aus Harz.

Juni 2011

Alfred Schnittke "Requiem"