25. Februar 2008

Come as you are

Was kann ich nur dazu sagen, wenn die Musik mein Herz erobert...
Zart und melancholisch, wie die Stimme von Charlotte Gainsbourg

Charlotte Gainsbourg "Tel Que Tu Es"

"Tel Que Tu Es"

Quand tu t'en vas,
que tu n'es pas presse
ton corps se balance
sans importance
tel que tu es

sans dire un mot,
sans effort tu te moques
du decor tu es
de temps en temps
tel que tu es

tu ne sais pas
ce que l'on dit de toi
tu t'en fous surtout
n'y change rien
tel que tu es

no one can tell
what you say or do next
are you blessed
maybe by me sometimes
come as you are

Charlotte Gainsbourg "The Songs That We Sing" (beide sind aus dem Album "5:55") Lyrics


Oder etwas Leises, aber Kraftvolles zugleich: The Swell Season (Glen Hansard and Marketa Irglova)

30. Januar 2008

Liebster Fremder

Seit 2 Wochen bereits läuft in den Kinos der Film "P.S. I Love You" und ich habe es verpasst.


"Eine ganz große Liebe: So wollten Holly (Hilary Swank) und Gerry (Gerard Butler) den Rest ihres Lebens miteinander verbringen. Bis Gerry plötzlich an einem Gehirntumor stirbt - und eine erst 29-jährige, völlig verzweifelte Witwe zurücklässt, die nicht mehr leben möchte. Bis sie eines Tages einen Brief erhält, verfasst in Gerrys Handschrift - der erste von insgesamt zwölf, die er noch vor seinem Tod schrieb. In jedem stellt er Holly eine Aufgabe, unterzeichnet mit "P.S: Ich liebe Dich".

Millionen Begeisterte, die den gleichnamigen romantischen Bestseller von Cecilia Ahern verschlangen, werden in der zweiten Zusammenarbeit von Hilary Swank und Richard LaGravenese nach "Freedom Writers" bei einem intensiven Lebewohl anrührende Wärme ums Herz verspüren." Link
Eine junge Autorin der Welt-Kolumne "Heartcore" Johanna Merhof liess sich von dem Film inspirieren und entschloss sich dazu, es umzukehren und einen Brief an jemanden aus der Zukunft zu schreiben. An jemanden, den sie noch nie gesehen und nie getroffen hat, aber der ihr irgendwann und irgendwo in der weiten Welt begegnen wird. So schön, dass es an mich selbst erinnert hat.
"Liebster Fremder,
wir kennen uns noch nicht, sind uns aller Wahrscheinlichkeit nach noch nie begegnet. Ich weiß nicht, ob du zu diesem Zeitpunkt in Berlin lebst oder in Dublin, in Helsinki oder in Poughkeepsie. Das Einzige, was ich weiß, ist, dass wir uns über den Weg laufen werden, wenn die Zeit dafür gekommen ist. Mein Leben ohne dich ist meistens schön. Ich glaube nicht an die Theorie, dass sich zwei Menschen vervollständigen sollten. Ich glaube daran, dass es im Leben zuallererst darauf ankommt, mit sich selbst glücklich zu sein. Ich hoffe, dass es dir gerade gut geht, du heute schon mehr als einmal gelächelt hast. Dass du jeden Tag Musik hörst und zwar Lieder, die dich anrühren oder zum Tanzen verleiten. Ich wette, das ist deine Lebenshaltung: Die Welt mit einem Luftsprung.
Ich empfehle dir, mal wieder ins Kino zu gehen: zum Beispiel in den grandiosen Film „Once“. Da du wahrscheinlich sehr geschmackssicher bist, traue ich mir nicht, dir den Filmtitel zu nennen, der mich zu diesem Brief inspiriert hat. Egal, wahrscheinlich pfeifst du eh darauf, was andere von dir halten.
Wenn du in Berlin bist, solltest du unbedingt im „Goldenen Hahn“ speisen, weniger wegen des Essens, das ist ok, viel mehr wegen der grandiosen Platten, die aufgelegt werden. Du solltest dich in der Kirk Bar betrinken und in Kims Karaoke Bar deine Schüchternheit ablegen und singen. Und egal, ob du lieber Kohle oder Kunst machst: Ich hoffe, dass alles, was du anfasst, deine Handschrift trägt. Denn jeder Mensch ist ein Unikat. Ich bin mir sicher, du bist ein ganz besonders Schönes.
Ich freue mich darauf, dich kennen zu lernen.
Deine Johanna
P.S.: Ich liebe dich." mehr


16. Januar 2008

Verquickt

Eine kleine Verquickung meiner vorherigen Beiträge. Gestern sah ich mir "Meine Nächte sind schöner als deine Tage" an, und es hat mich fasziniert. Trotz der Fülle an Wörtern blieb ich selbst sprachlos. Es war schön, dass die Momente der Wortfindung, jene Wortspiele und eine Klammerung an das Leben und die Liebe durch die Worte, auch in den sinnlichsten Momenten in der deutschen Fassung in der Origianlsprache: Französisch geblieben waren.

Das Lied "The Story" von Norah Jones aus dem Film "My Blueberry Nights"



Für diejenigen, die etwas Hilfe in Sachen Liebeskummer und Co. brauchen, sind hier außerdem ein paar lustige Beiträge nachzulesen: http://www.welt.de/vermischtes/heartcore/

15. Januar 2008

Noch mehr Sehnsucht

Norah Jones (Elizabeth) und Jude Law (Jeremy), Natalie Portman, Rachel Weisz ab dem 24.01.2008 im Kino

"My Blueberry Nights" - Trailer


"Doch Schauspielunterricht nehmen, das durfte die Sängerin nicht. Wong Kar-Wai ging es gerade um ihre Natürlichkeit und Unbefangenheit. In "My Blueberry Nights" durchlebt sie als Elizabeth den Schmerz, den Liebe anrichten kann. Es sind vor allem die Momente der Sehnsucht und Zurückgezogenheit, in denen besonders viel von Norah in Elizabeth einfließt.

"Elizabeth ist mir sehr ähnlich", sagt sie. "Sie hat Humor, ist verletzlich und eigensinnig. Aber sie hat keine Angst vor neuen Herausforderungen und das macht sie stark." In Wong Kar-Wais Augen verleiht Norah Jones dem Film "einen bestimmten Rhythmus - weil sie so spontan sein kann", wie er sagt. "Wie ein Schwamm saugt sie alles um sich herum auf. Man kann zusehen, wie eine Schauspielerin geboren wird." Und dann - eine Zärtlichkeit, die man bestimmt nicht vergisst. Eine Kuss-Szene dreht Wong Kar-Wai drei Tage lang. "Dieser heimliche Kuss ist ganz zentral für den Film", weiß Jude Law, "eine der wenigen Szenen, die Wong Kar-Wai genau geplant und inszeniert hat. Und wir mussten ganz schön üben."

Der Film lebt von der Sehnsucht, die die Figuren umtreibt. Und von der Zeit, die keine Wunden heilt, schon gar nicht Liebeskummer. Jeremy wartet. "Er lässt sein Leben stillstehen, bis ihn die Liebe findet", so Jude Law. Elizabeth wartet nicht. Ihre Suche nach Liebe führt sie auf einen elegischen Trip durch Amerika. Ihr begegnet ein Panoptikum verlorener Seelen: Sie trifft die geheimnisvolle Leslie, umwerfend gespielt von Natalie Portman, die lieber zockt als über Enttäuschungen zu sprechen. Als Schnellimbiss-Serviererin wird Elisabeth Kronzeugin einer zerrütteten Ehe. Sue Lynne, gespielt von Rachel Weisz, bevorzugt die Einsamkeit, statt sich verlorener Gefühle hinzugeben.(...)" mehr

Jane Birkin

Interessantes über Jane Birkin. Bilder-Galerie.

Jane Birkin, "Yesterday Yes a Day", mit einer schönen Bildersammlung:

»Meine sexuelle Revolution«

"Für den Skandalfilm »Blow Up« zog sie sich aus. Sie stöhnte das Liebeslied »Je t’aime«. Jane Birkin war das Sexsymbol der 68er. Heute sagt sie: Ich war nur eine Puppe. Die Schauspielerin über ihre Befreiung, die 40 Jahre lang gedauert hat
(...)
Madame Birkin, im Flugzeug haben wir einen Mann getroffen, der ein großer Fan von Ihnen und Serge Gainsbourg ist. Ein russischer Jude, der jetzt in den USA lebt. Wir sollen Sie grüßen.
Ah, das ist nett. War er schön?
Es ging.
(Sie lacht)
Warum fragen Sie das? Ist es wichtig für Sie, dass ein Mann schön ist?
Nein, das interessiert mich nicht unbedingt. Ich glaube, ich habe da auch nicht dieselben Maßstäbe wie andere Leute. Aber Serge war ja auch russisch-jüdisch. Deshalb fangen da bei mir gleich alle Lampen an zu leuchten. Ich denke: Ach sieh an, vielleicht noch so einer.
Was meinen Sie damit? Einen bestimmten Typ Mann, vielleicht auch ein bisschen Macho?
Nein, überhaupt nicht, ich meine eher einen melancholischen Typ, einen sehr witzigen – so sind alle Völker, die gezwungenermaßen viel unterwegs waren. Ich finde, Humor und die Fähigkeit, Geschichten zu erzählen, sind am Ende das Wichtigste, was man hat. Nehmen Sie Charlie Chaplin oder Woody Allen, die stehen für diese Tradition des Anekdotenerzählens und des Humors.
Sie meinen, dass man lacht, selbst wenn es keinen Grund zum Lachen gibt?
Ja, genau. Das war das Credo von Serge: Es ist besser, aus Angst zu lachen, als zu weinen. Und da ist viel dran.(...)" weiter lesen

Comment Lui Dire Adieu

Einige Ausschnitte aus dem Film "Fanfan und Alexandre" (Frankreich 1993) mit Sophie Marceau und Vincent Perez zum Lied von Serge Gainsbourg "Comment Lui Dire Adieu", gesungen von Francoise Hardy.