21. Oktober 2008

Leseempfehlungen

- Albert Londres, „Jude wohin?“ Ein Reisebericht aus den Ghettos der Welt (Phaidon-Verlag, Wien, 1931)

"...1929 reist Frankreichs bekanntester Reporter, Albert Londres, der selbst kein Jude war, über London und Prag in die Karpaten und weiter via Czernowitz, Lemberg und Warschau nach Palästina, um seinen Landsleuten die Lage der Juden zu schildern. Seine Reportage „Le juif errant est arrivé“ ist, literarisch wie historisch, ein außerordentliches Dokument: Die letzte Momentaufnahme der osteuropäischen Judenheit vor dem Massenmord...."Quelle

- Ilex Beller, "Schtetl in 80 Bildern"

„Die Erinnerung an jene, die man ermordete, muß zum Schutz zukünftiger Generationen dienen..." Quelle

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Kommentare:

lavinie hat gesagt…

Ich lese jetzt gerade 'Le Juif de savoir' von Milner, der über die Verknüpfung Jude-Wissenschaft philosophiert. Auch sehr interessant (für mich jedenfalls, da ich gleichsam von Juden und Wissen fasziniert bin).
Leider ist es auf Französisch. Leider, auch weil die erste Idee im Buch sagt, die Sprache der Wissenschaft sei Deutsch - auf Französisch formuliert klingt das ein wenig komisch.

Ansonsten gibt's natürlich einer der grossen Klassiker in der französischen Literatur: Sartres 'Réflexion sur la question juive'.

Und vor kurzem ist der Roman 'Melnitz' erschienen, die Geschichte einer jüdischen Familie in der Schweiz, über mehere Generationen. Das habe ich allerdings (noch) nicht gelesen.

Ann hat gesagt…

Liebe Lavinie,
vielen Dank für deine Bücher-Tipps.

Ja, Sartre, davon habe ich gelesen und hatte vor, mir seine "Überlegungen zur Judenfrage" auch anzusehen. Ich fand einen sehr interessanten Artikel über dieses Werk, der auch Verständnis und Unverständnis und Verhältnis Sartres zum Judentum und Israel beleuchtet, kritisiert, erklärt und auch auf weitere Autoren, wie Emanuel Levinas hinweist.
http://www.hagalil.com/archiv/2005/05/sartre.htm

Du erwähntest "Melnitz". Ach, das stammt von Charles Lewinsky. Jetzt bin ich neugierig. Nun, von diesem Autor bin ich bereits begeistert, seit ich die Verfilmung seines "Ein ganz gewöhnlicher Jude" mit wunderbarem Ben Becker gesehen habe. Falls du den Film noch nicht kennst, so empfehle ich es dir sehr. Es war für mich ein Erlebnis, dem Becker zuzuhören.

Juden und Wissenschaft.
Das hat mich an eine Seite erinnert, die mit Namen übersäht ist. Falls es dir interessant ist, ich verlinke auf Musik: http://www.jinfo.org/Music.html
alle anderen -schaften findet man dann unter http://www.jinfo.org/index.html