30. Dezember 2006

Shine on you crazy diamond

Hommage an Pink Floyd.


Shine on you crazy diamond

Remember when you were young, you shone like the sun.
Shine on you crazy diamond.
Now there's a look in your eyes, like black holes in the sky.
Shine on you crazy diamond.
You were caught on the crossfire of childhood and stardom,
blown on the steel breeze.
Come on you target for faraway laughter,
come on you stranger, you legend, you martyr, and shine!
You reached for the secret too soon, you cried for the moon.
Shine on you crazy diamond.
Threatened by shadows at night, and exposed in the light.
Shine on you crazy diamond.
Well you wore out your welcome with random precision,
rode on the steel breeze.
Come on you raver, you seer of visions,
come on you painter, you piper, you prisoner, and shine!

Barbara Song

Der Barbara-Song

Einst glaubte ich, als ich noch unschuldig war,
und das war ich einst grad so wie du,
vielleicht kommt auch zu mir einmal einer,
und dann muß ich wissen, was ich tu.
Und wenn er Geld hat,
und wenn er nett ist,
und sein Kragen ist auch werktags rein,
und wenn er weiß, was sich bei einer Dame schickt,
dann sage, dann sage, dann sage ich ihm 'Nein'.
Da behält man seinen Kopf oben,
und man bleibt ganz allgemein.
Sicher scheint der Mond die ganze Nacht,
sicher wird das Boot am Ufer losgemacht,
ja, aber weiter kann nichts sein.
Ja, da kann man sich doch nicht nur hinlegen,
ja, da muß man kalt und herzlos sein.
Ja, da könnte so viel geschehen,
ach, da gibt's überhaupt nur: Nein.
Der erste, der kam, war ein Mann aus Kent,
der war, wie ein Mann sein soll.
Der zweite hatte drei Schiffe im Hafen,
und der dritte war nach mir toll.
Und als sie Geld hatten,
und als sie nett waren,
und ihr Kragen war auch werktags rein,
und als sie wußten, was sich bei einer Dame schickt,
da sagte, da sagte, da sagte ich ihnen 'Nein'.
Da behielt ich meinen Kopf oben,
und ich blieb ganz allgemein.
Sicher schien der Mond die ganze Nacht,
sicher ward das Boot am Ufer losgemacht,
ja, aber weiter konnte nichts sein.
Ja, da kann man sich doch nicht nur hinlegen,
ja, da mußt' ich kalt und herzlos sein.
Ja, da könnte doch viel geschehen,
aber da gibt's überhaupt nur: Nein.
Jedoch eines Tages, und der Tag war blau,
kam einer, der mich nicht bat,
und er hängte seinen Hut an den Nagel in meiner Kammer,
und ich wußte nicht was ich tat.
Und als er kein Geld hatte,
und als er nicht nett war,
und sein Kragen war auch am Sonntag nicht rein,
und als er nicht wußte, was sich bei einer Dame schickt,
zu ihm sagte, zu ihm sagte, zu ihm sagte ich nicht 'Nein'.
Da behielt ich meinen Kopf nicht oben,
und ich blieb nicht allgemein.
Ach, es schien der Mond die ganze Nacht,
und es ward das Boot am Ufer festgemacht,
und es konnte gar nicht anders sein!
Ja, da muß man sich doch einfach hinlegen,
ja, da kann man doch nicht kalt und herzlos sein.
Ach, da mußte soviel geschehen,
ja da gab's überhaupt kein Nein.
Bertolt Brecht (1898-1956)
Noch ein bisschen mehr über ihn. Eine umfangreiche Linksammlung zu seinem Leben und Werk. Über seine Liebesgedichte.

Was haben Nigel Kennedy mit Joseph Fiennes gemeinsam?

Eigentlich nichts.

"Wer will, kann mich einen klassischen Geiger nennen; ich selbst verstehe mich als einen Musiker, der einfach Musik spielt - und nicht nur eine Art von Musik". Nigel Kennedy

Der Geigen-Virtuose Nigel Kennedy, der durch seine Punk - Frisur und etwas gewöhnungsbedürftige Musikinterpretation bekannt ist, hat Vivaldis "4 Jahreszeiten" gespielt.
Und wie!.. Zeit: Let's Roll, Vivaldi! Das Album zählt zu dem meist verkauften in der Geschichte der klassischen Musik. Der einst bereits mit 7 Jahren Stipendiat von Yehudi Menuhin School ist am 28. Dezember 50 geworden.

Vivaldi "Vier Jahreszeiten" Winter (1)



Der englische Schauspieler Joseph Fiennes wird im Jahre 2007 die Rolle von Antonio Vivaldi verkörpern.

Nach Shakespeare und Luther: Joseph Fiennes spielt "Vivaldi"

Der englische Schauspieler Joseph Fiennes, der auf der Leinwand schon zu Martin Luther und William Shakespeare ("Shakespeare in Love") wurde, schlüpft demnächst in die Rolle von Antonio Vivaldi (1678-1741). Unter dem Titel "Vivaldi" soll die Lebensgeschichte des Barockkomponisten verfilmt werden. Wie das Filmblatt "Variety" berichtet, dreht Regisseur Boris Damast nach einem Drehbuch des Journalisten Steven Freedman, der über zwanzig Jahre das Leben Vivaldis erforschte. Zu den verpflichteten Schauspielern gehören Lena Headey, Malcolm McDowell und Jacqueline Bisset. Das Skript dreht sich vor allem um die Jahre des Italieners als junger Priester, der an einer Schule für uneheliche Töchter von Kurtisanen Musik lehrt."

Before you came...

Die Gunst der Gefühle hat so viele Gesichter

Ein schönes tragisches Märchen, wie zum Beispiel "Shakespeare in love" (1998) mit Gwyneth Paltrow und Joseph Fiennes.


"I will have poetry in my life.
And adventure.
And love. Love above all.
No ... not the artful postures of love,
not playful and poetical games of love
for the amusement of an evening, but love
that ... over-throws life. Unbiddable,
ungovernable --- like a riot in the heart,
and nothing to be done,come ruin or rapture.
Love --- like there has never been in a play."

Oder einige Jahrhunderte später... Der fast unmöglich nah gehende Film "Before Sunrise" (1994) mit Ethan Hawke und Julie Delpy.
Ein Amerikaner, eine Französin, Zug, Zufall, Wien...

„Also ich glaube, falls irgendein Gott existiert, dann ist er in keinem von uns, nicht in dir, nicht in mir, vielmehr irgendwie zwischen uns, und wenn es tatsächlich etwas Wunderbares auf dieser Welt gibt, dann muss es der Versuch sein, für den Verständnis zu haben, der mit uns etwas teilen will.“ Celine fasst in Worte, was ihr mit Jesse geschieht, aber auch, was ihr gemeinsames Erlebnis mit einer humanen Utopie von einer schöneren, menschlicheren Welt verbindet.

„Ich bin in deinem Traum und du in meinem.“ sagt Celine. Das ist mehr als Verliebtheit, denn es setzt Offenheit und die Bereitschaft voraus, den anderen und seine Welt auch tolerieren, begreifen, verstehen zu wollen. Und das ist auch die im ganz Kleinen verwirklichte Utopie des Bob Dylan („I’ll let you be in my dreams, if I can be in yours“) von einer anderen, besseren Gesellschaft. Der Mut, von einer anderen Welt zu träumen. An diesem Punkt ist „Before Sunrise“ beides gleichzeitig: Eine wunderschöne Liebesgeschichte und ein Pamphlet der Hoffnung."

Über "Before Sunrise" und seine Fortsetzung "Before Sunset" gibt es hier mehr zu lesen.

Der Igel im Nebel

Eine wundervolle Erinnerung an meine Kindheit... Ein richtiges Kunststück. Ich werde versuchen, auch in der Zukunft ab und zu meine Lieblingsanimationen reinzustellen.

Billers Welt

"Berlin (ddp). Der Schriftsteller Maxim Biller wird Deutschland doch noch nicht gleich den Rücken kehren und nach Israel auswandern. Der Gedanke sei eine Sehnsucht, ein Aufschrei, eine Möglichkeit, sagte Biller der «Welt» (Samstagausgabe). Es könne sein, dass er in fünf Jahren dort tatsächlich lebe. Auch sei möglich, dass er zwischen Israel und Deutschland pendele. «Kann aber auch sein, dass ich in fünf Jahren weiter hier in Berlin-Mitte sitze und weiter mit der Gesellschaft, in der ich lebe, und deren Sprache ich spreche, ringe, auf die eine oder andere Art», sagte er.

Biller hatte für die Jubiläumsausgabe der Zeitschrift «Tempo» eine Kolumne verfasst, in der er 2006 als «schwarzes Jahr» bezeichnete. Er kritisierte unter anderem, dass die Deutschen mit der Fußballweltmeisterschaft ihre Bescheidenheit verloren hätten. «Und wegen dieser Rüpelhaftigkeit, dieser Arroganz, dieser Selbstgewissheit, die leider auch noch meistens einhergeht mit Stillosigkeit, mit schlechtem Geschmack, mit der Angst vor dem Individualismus, habe ich beschlossen, in diesem Sommer zu sagen: Jetzt ist Schluss mit euch, ich geh lieber dahin, wo Katjuschas fliegen und Busse explodieren, und da fühl ich mich viel besser», sagte Biller der Zeitung." Quelle

Hier ist auch ein Werk von ihm:

Fellatio

„Noch nie hatte Soskin einer Frau erlaubt, ihn mit dem Mund zu liebkosen. So sehr er sich danach sehnte, so groß war seine Angst, er könnte es mit einer Verrückten zu tun bekommen, die dazu imstande wäre, seinen Schmendrik abzubeißen und – Gott behüte! – ihn auch noch zu verschlingen.

Aber als Soskin mit vierundvierzig Jahren endlich heiratete, hielt er es nicht länger aus. Wenn ich ihr nicht trauen kann, wem sonst? Dachte er in der Hochzeitsnacht und drückte Ilanits Kopf, der auf seiner Brust lag, sanft in die Tiefe. Seine Braut verstand den Wink sofort. Nachdem Soskin sehr schön und sehr laut gekommen war, küsste sie ihn ein paar Mal zärtlich auf den Mund, drehte sich glücklich auf die Seite und schlief ein.

Soskin lag aber noch bis zum Morgengrauen wach da, wütend auf sich selbst, sein halbes Leben vergeudet zu haben."