22. April 2007

Mysteries of love

Vor einem Jahr, am 23.04 um 7 Uhr abends wartete ich ganz aufgeregt in einem sommerlichen Kleid auf die Ankunft eines Zuges; all die Jahre zuvor habe ich nur auf diesen Augenblick gewartet und es geschah...

"Mysteries Of Love" performed by Julee Cruise
Lyrics: David Lynch, Music: Angelo Badalamenti (Aus dem Lynch-Film "Blue Velvet")


Ich denk an dich, was auch geschieht...

Erich Fried

Nachtgedicht

Dich bedecken
nicht mit Küssen
nur einfach
mit deiner Decke
(die dir
von der Schulter
geglitten ist)
daß du
im Schlaf nicht frierst

Später
wenn du
erwacht bist
das Fenster zumachen
und dich umarmen
und dich bedecken
mit Küssen
und dich
entdecken


An Dich denken

An Dich denken
und unglücklich sein?
Wieso?

Denken können
ist doch kein Unglück
und denken können
an Dich:
an Dich
wie Du bist
an Dich
wie Du Dich bewegst
an Deine Stimme
an Deine Augen
an Dich
wie es Dich gibt --
wo bleibt da
für wirkliches Unglück
(wie ich es kenne
und wie es mich kennt)
noch der Raum
oder die Enge?

11. April 2007

Remarque und ich

Deine Stimme, deine süsse, unverwechselbare süsse Stimme, die mich berührt. Dein unrasiertes Kinn, das mich morgens aus dem Schlaf zu holen versucht und deine zärtlichen Hände, die meine Wangen streicheln und mich umarmen. Nur du schafft es, mit einer Hand, meine beiden in ihr verschwinden zu lassen, wenn ich mit dir spazieren gehe. Du hältst mich fest und lässt mich den Abschiedsschmerz vergessen. Danach verliere ich mich in meiner Sehnsucht und schenke dir meine Zärtlichkeit aus der Ferne in deine Nacht, mit meinen Worten und meiner kindisch klingenden Stimme...

"Komm nahe zu mir Geliebte, wiedergeschenkt aus den Abgründen des Schlafes, zurückgekommen von den Mondwiesen des Ungefährs - (...) die Nacht und der Schlaf sind Verräter. Weißt du noch, wie wir einschliefen, in dieser Nacht, einer dicht neben dem anderen, wir waren uns so nahe wie Menschen sich nur nahe sein können.
Unsere Stirne, unsere Haut, unsere Gedanken, unser Atem berührten sich, vermischten sich - und dann langsam begann der Schlaf zwischen uns zu sickern, grau, farblos, ein paar Flecken erst, dann mehr, wie Aussatz fiel es auf unsere Gedanken, in unser Blut, es tropfte und tropfte aus dem Ubewußten Blindheit in uns hinein - und dann plötzlich war jeder von uns allein, wir trieben einsam irgendwo herum auf dunklen Kanälen, ausgeliefert an unbekannte Mächte und jede gestaltlose Drohung.
Als ich aufwachte sah ich dich. Du schliefst. Du warst immer noch weit fort. Du warst mir gänzlich entglitten. Du wußtest nichts mehr von mir. Du warst irgendwo, wohin ich dir nicht folgen kann. (...) Wie kann Liebe vollkommen sein, wenn ich dich jede Nacht schon an den Schlaf verliere?"
(Remarque, Arc de triomphe, 1945)
Biographie des Autors
Werke von Erich-Maria Remarque mit Beschreibungen und Zitaten: Link
Einige seiner Zitate sind bereits am Anfang dieses Blogs zu finden.

Joss Stone: Musik ist mein Ecstasy

Joss Stone ist erst 19 und ihr Soul ist sehr schön...

"Frau Stone, was macht Sie glücklich?

Musik. Das ist mein Ecstasy. Es macht mich enthusiastisch und ist wie eine Droge, von der ich nicht runterkomme." Aus dem Stern-Interview
Ihr älteres Lied
Joss Stone "Fell in Love with a boy"


"Himmel, hat die Frau Energie. Redet wie ein Wasserfall. Sagt ohne Umschweife, was sie denkt und fühlt. Nimmt ihr Gegenüber stets frontal und macht sich gern auch mal unbeliebt. Das ist nicht die beste Strategie im Kampf um die Gunst von Millionen – trotzdem liegen sie ihr zu Füßen. Und es sind gerade die Freunde schwarzer Musik, obwohl Joss Stone doch ganz und gar weiß ist und aus England.

Ihre Musik reanimiert den Soul der Sechziger und Siebziger, den Klang Aretha Franklins und James Browns. Mischt ihn mit dem Hip Hop von Leuten wie De La Soul und The Roots. Und gründet das alles auf eine Stimme, die schon sensationell war, als das Gör noch pubertierte. Was ja so lange noch nicht her ist.

Gleichaltrigen Jungs macht sie Angst, die Manager ihrer Plattenfirma lehrt sie das Fürchten. Zwei Alben lang musste sie Kompromisse eingehen, die sie noch heute schmerzen. Damit soll nun Schluss sein. Ihr neues Album Introducing Joss Stone soll niemand anderen zeigen als sie selbst. Die pink gefärbten Haare – von ihrer Plattenfirma als Marketing-Unglück eingestuft – waren nur der Anfang.

Joss Stone sagt: „Vergiss meine Haarfarbe, meine Kleidung und all die anderen Äußerlichkeiten. Achte nur auf meine Stimme. Höre mir zu und verstehe, was ich sagen will. Es geht mir nur um die Aussage und um Authentizität. Alles, was ich von jetzt an mache, muss mir hundertprozentig gefallen. Egal, was mich das kostet. Schließlich stecke ich mein Leben in meine Kunst.“" weiter zum Artikel und Audio-Interview


Joss Stone bei laut.de