30. Dezember 2006

Ich fragte die Esche

Ein kleiner lyrischer Einschub.
Das ist ein ganz berühmtes russisches Lied aus dem Film "Ironie des Schicksals", welcher seitdem er 1975 von Eldar Rjazanow gedreht wurde, von jeder ehemals sowjetischen Familie zum Silvester angesschaut wird. In deutscher Wikipedia fand sich zu meiner Überraschung eine Beschreibung des Films. Im Video gibt es französische Untertitel und man bekommt einen kurzen Einblick auf  das Leben in Lenigrad am Neujahr. Ich bekomme Sehnsucht...




Kommentare:

F hat gesagt…

Wärst du eine Frau, ich würde dich hassen,
würde dich lieben, könnt‘ nicht mit dir leben
müsst‘ mich gar vor dir verstecken,
doch immer an dich denken

O Russland, was bist du um das ich so weine
So weit weg war ich von dir, hast mir doch so viel genommen
Gabst mir die Seele und die Sucht
Nun sehn ich mich, wonach es nichts so sehnen gibt

Gefangen hast du mich, wie schon so viel‘ zuvor
Doch bin ich immer noch ganz frei, nicht wie die andren
Die du gebückt hast und gefoltert und in die Knie gezwungen
Zum beten und zum dienen

O Russland, wir lieben dich und wissen nicht warum
Halte uns fest in deiner Hand, gib uns genügend Luft zum atmen
Mein‘ Geist und Körper geb ich dir
Lass mich doch bitte leben

Ann hat gesagt…

Du schreibst wunderschön....

Es ist die Mutter - daher Sehnsucht.
Sie ist die Erde, woher stammt
Der Geist, die Worte und die Herzen
Von jedem Kind und jedem Greis.

Doch hat sie ihre Sprösslinge verstoßen -
Daher der Schmerz, den du beweinst.
Den ich auch in mir tragen lernte -
Und der für immer drinnen bleibt.

Das Land ist Fremden unerklärlich,
Man kann ihnen die Sucht nicht zeig'n.
Die Sucht des Freien im Gefängnis -
Das mussten wir zum Glück nicht leiden -
Doch unsre Väter mussten weinen
Und das trägt uns bis zu dem Grab.